Altenpflege und Nachhaltigkeit? – Besuch auf der Altenpflegemesse in Nürnberg

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Apr04

Ein Besuch auf der Altenpflegemesse in Nürnberg zeigte durch Gespräche mit Vertreter*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Hauswirtschaft, Verpflegung, Finanzwesen, Verlage) in wie weit das Thema Nachhaltigkeit in der Altenpflege bereits angekommen ist. Darüber hinaus konnten wertvolle Kontakte für weitere Zusammenarbeiten geknüpft werden. Bei weiterem Interesse kontaktieren Sie uns gerne.

Projektvorstellung auf Vernetzungstreffen

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Mrz20

Der AWO Bundesverband hatte auf dem Vernetzungstreffen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) am 19. März die Gelegenheit das Projekt im Rahmen eines Kurzvortrags vorzustellen. Im Vortrag stellte Thomas Diekamp zunächst die große Herausforderung dar vor der die Pflege steht, wenn sie ihren Beitrag zum Erreichen des 1,5 Grad Celsius Ziels leisten möchte. Durch das 100 Jahre alte AWO-Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe sollen im Projekt deutschlandweit die teilnehmenden Einrichtungen dabei unterstützt werden vor Ort Klimaschutz zu betreiben. Damit Klimaschutz in allen Pflegeeinrichtungen betrieben werde, appellierte er an die Politik nicht nur Projektförderung zu betreiben, sondern von allen Pflegeeinrichtungen in Deutschland Klimaschutz zu fordern und dies in der Regelfinanzierung der Pflege entsprechend zu berücksichtigen.

Klimafreundliche Verpflegung: Toller Austausch unter Fachkräften im Haus Humboldtstein

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Mrz06

Am 20. und 21. Februar fand im Haus Humboldtstein erstmalig eine Fortbildung zur klimafreundlichen Verpflegung in Großküchen statt.

16 Teilnehmende, überwiegend Hauswirtschafts- und Küchenleitungen lernten die Klimawirkungen von verschiedenen Lebensmitteln kennen und entwickelten Strategien für eine klimafreundlichere Verpflegung. Die Kommunikation mit allen Beteiligten ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Veränderungen in der Küche. Dabei lernten die Teilnehmenden auch, die Veränderungen in kleinen Schritten anzugehen.

Ein weiterer Aspekt war das Thema Abfallvermeidung. Auf Basis einer genauen Erfassung der Abfälle können verschiedene Maßnahmen zur Reduktion abgeleitet werden und so erhebliche Kosten, aber auch CO2-Emissionen eingespart werden.

Wer seine Rezepte auf Klimafreundlichkeit prüfen und sehen möchte wie sich die CO2-Emissionen verändern, der sollte beim „Klimateller“ reinklicken: www.klimateller.de

Für weitere Informationen zur Fortbildung kontaktieren Sie uns gerne.

Immer mehr Einrichtungen setzen sich ambitionierte Klimaschutzziele

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Jan31

Das Projekt klimafreundlich pflegen geht weiter. Nachdem alle Einrichtungen ihre CO2-Bilanz erhoben hatten, wurden diese bei mittlerweile 1/3 der teilnehmenden Einrichtungen in eineinhalbtägigen Workshops intensiv ausgewertet und diskutiert. Aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen haben die Klimaschutzteams der Pflegeeinrichtungen Zielsetzungen formuliert,  über welche sie eine klimafreundlichere Pflege erreichen wollen. Einige Beispiele zeigen, wie Klimaschutz konkret in die Praxis übertragen wird:

  • Das Seniorenzentrum Weidenberg (AWO Bezirksverband Ober- und Mittelfranken) strebt an, bis zum Ende des Jahres 2020 den Fleischanteil in der Verpflegung der Bewohner*innen um etwa 15% zu  senken.
  • Im Seniorenpflegeheim Marie Juchacz (AWO Kreisverband Neustadt) soll der Anteil der Mitarbeitenden, welche zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, bis Ende 2020 verdoppelt werden.
  • Das Seniorenzentrum Am Wasserturm (AWO Landesverband Schleswig Holstein) hat das Ziel, seine Speiseabfälle bis Ende 2020 um mind. 10% zu reduzieren.
  • Im Seniorenzentrum Havelland (AWO Bezirksverband Potsdam) wird über verschiedene Maßnahmen mit den Mitarbeitenden eine Steigerung des Bewusstseins für den Klimaschutz angestrebt.

Alle Ziele werden mit Maßnahmen unterlegt, welche im Projektverlauf und darüber hinaus umgesetzt werden sollen. Besonders bemerkenswert ist das Engagement der Fachkräfte. Trotz der in der Pflege hohen Auslastung zeigt sich eine sehr große Bereitschaft, das zukunftsweisende Thema Klimaschutz anzugehen und in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die im Rahmen der Workshops gemeinsam formulierten Visionen (siehe Titelbild) bieten dafür sowohl Orientierungsrahmen, wie auch Motivation.

Die formulierten Zielsetzungen der Einrichtungen werden zeitnah auch auf klimafreundlich-pflegen.de in der Rubrik „Wer macht mit?“ dargestellt.

Klimafreundlich pflegen – AWO im Gespräch mit der Bundesumweltministerin

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Nov29

Im Rahmen der gestrigen Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) tauschte sich die Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit sechs ausgewählten Klimaschutzprojekten aus. Darunter auch das Anfang 2018 von der AWO gestartete Projekt „klimafreundlich pflegen“.

Um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen, sind alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche gefordert. Auch die AWO übernimmt hierbei Verantwortung. Der Bereich der stationären Pflege spielt dabei mit seinen vielen Einrichtungen eine besonders wichtige Rolle. In dem vom AWO Bundesverband initiierten und vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt „klimafreundlich pflegen“ werden daher seit Anfang des Jahres mit 30 Einrichtungen Strategien und Maßnahmen für den Klimaschutz entwickelt und erprobt. „Wir wollen die Einrichtungen dabei unterstützen, sich auf den Weg zu machen und bei sich einen fortlaufenden Verbesserungsprozess für den Klimaschutz zu verankern“, erläuterte AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker den Ansatz des Projektes und führt aus: „Der Pflegebereich ist vielerorts massiv überlastet. Gerade deshalb muss das Thema ebenso schonend, wie zielgerichtet angegangen werden. Hierfür entwickeln wir mit den Beschäftigten vor Ort Maßnahmen, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen umsetzbar sind und spürbare CO2-Einsparungen herbeiführen.“

Die Bundesumweltministerin Svenja Schulze interessierte sich besonders dafür, wie die Mitarbeitenden für das Thema Klimaschutz sensibilisiert und motiviert werden können. Nach Ansicht der AWO ist der Klimawandel keinesfalls ein rein ökologisches Thema. Die humanitären Auswirkungen sind schon heute sichtbar und berühren die AWO und die bei ihr  tätigen Menschen in ihrem Kernarbeitsfeld. Entsprechend sei bei vielen Mitarbeitenden eine hohe Bereitschaft und Motivation zu spüren, sich dem Thema und den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen.

Die AWO hat sich in einem Bundeskonferenzbeschluss 2016 zu den Pariser Klimaschutzzielen sowie ihrer damit verbundenen Verantwortung bekannt. Sie fordert die Politik auch mit Blick auf die anstehende UN-Klimakonferenz in Katowice auf, das Ziel einer maximalen Erderwärmung um 1,5°C ernst zu nehmen und konsequent darauf hinzuarbeiten. Das Projekt klimafreundlich pflegen hat eine Laufzeit bis 2020.