Instagram-Live-Session am 21.04.: Berater*innen stellen Projekt Wasserwende vor

 awo  

Apr15

Der AWO Bundesverband veranstaltete mit a tip:tap bereits ein Webinar zur Verwendung von Leitungswasser in sozialen Einrichtungen. Im Projekt Wasserwende gibt es aber weitere Bildungsangebote zum Beispiel für Kitas. Welche das genau sind und wer die Berater*innen vor Ort sind, können Sie in der 20-minütigen Instagram-Live-Session am 21.04. von 11:30 – 11:50 Uhr erfahren.

Zur Live-Session benötigen Sie einen Instagram-Accout.

https://www.instagram.com/a_tip_tap/

Webinar „Ökostrom als Klimaschutzmaßnahme in Sozialen Einrichtungen“ – Anmeldung möglich

 awo  

Mrz05

Die Umstellung auf Ökostrom kann die CO2-Emissionen pro Kita- oder auch Pflegeplatz kurzfristig um 15-20% senken. Oft sogar ohne größere Mehrkosten.
Doch gibt es große Unterschiede bei den Anbietern. Welche diese sind und worauf beim Wechsel in einen Ökostromtarif geachtet werden sollte, darüber informieren wir in diesem Webinar. Auch berichten wir darüber, wie AWO-Einrichtungen von einer Förderung für Anlagen zur eigenen Stromerzeugung profitieren können.
Als Experte steht uns Daniel Craffonara, Geschäftsführer des Grüner Strom Label e.V. zur Seite.

Das Webinar findet am am 12. März, 11 Uhr bis 12 Uhr statt.

Link zur kostenlosen Anmeldung:  https://awo.edudip.com/lp/352794

Benötigt wird lediglich ein internetfähiger PC mit Audio.

Fortbildungsangebot: Nachhaltig anpacken: Globale Herausforderungen lokal gestalten

 awo  

Mrz03

Im vergangenen September veranstaltete der AWO Bundesverband gemeinsam mit AWO International und der Diakonie Deutschland ein Netzwerktreffen zur Umsetzung der Agenda 2030 in der freien Wohlfahrtspflege.

Als Follow-Up bietet nun der AWO Bundesverband gemeinsam mit AWO International eine Fortbildung in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach an: „Nachhaltig anpacken: Globale Herausforderungen lokal gestalten“. Gemeinsam wollen die Referenten mit den Teilnehmenden während dieses Workshops erkunden, wie die freie Wohlfahrtspflege zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen kann und das Vorhaben eine Chance zur Mobilisierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ist.

Dank der Förderung durch Engagement Global ist die Fortbildung inklusive Unterkunft und Verpflegung kostenfrei. An- und Abreise müssen selbst getragen werden.

Fragen beantwortet gern Roman Fleißner (AWO International): roman.fleissner@awointernational.de

Anmeldung erfolgt per E-Mail an assistenz@awointernational.de

Weitere Infos können dem beigefügten pdf entnommen werden:

2020-03-01 Einladung Nachhaltig Anpacken! Mai 2020

SWR-Beitrag zu gutem Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen

 awo  

Feb18

Ein Radio-Beitrag des SWR stellt fest, dass in Pflegeheimen sehr oft mit zu wenig Fisch und zu viel Fleisch versorgt wird. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen, die der AWO Bundesverband aus seinen Untersuchungen gewonnen hat. Um eine gesundheitsfördernde Verpflegung sicher zu stellen, geht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung davon aus, dass pro Bewohner*in täglich 6€ zur Verfügung stehen müssten. Oft sind es allerdings nicht mehr als 4,50€ in den Pflegeheimen.

Damit eine gesunde und schmackhafte Verpflegung gelingt, sollten sich Heimleitung, Pflegepersonal und Köch*innen viel stärker an den Wünschen der Bewohner*innen orientieren. Auch innerhalb des Projekts „Klimafreundlich pflegen“ wird in den teilnehmenden Einrichtungen verstärkt der Wunsch nach weniger Fleisch, mehr Regionalität und Saisonalität geäußert.

Laut einem Schweizer Experten würden sich Köche in Seniorenzentren eher verstecken. Eine größere Vernetzung untereinander würde dafür sorgen, dass es ihnen leichter fiele Forderungen gegenüber der Heimleitung durchsetzen, da sie sich gegenseitig den Rücken stärken würden. Eine gute Gelegenheit hierzu bietet die Fortbildung „Klimafreundliche Ernährung im Care-Bereich„, die die AWO Bundesakademie Ende März anbietet. Es sind noch einige Plätze frei.

 

Warum wir klimafreundlicher (ver-)pflegen wollen

 awo  

Jan30

Klimaschutz geht alle an. Auf der Grundlage dieser Überzeugung will die AWO gute Pflege in stationären Einrichtungen klimafreundlich gestalten. Das Modellprojekt „klimafreundlich pflegen“ sucht dafür nach Lösungen. Ein Aspekt: die Verpflegung der Bewohner*innen. Dabei zeigt sich: Klimaschutz, Wahlfreiheit der Bewohner*innen und hochwertige, gesunde Verpflegung gehen Hand in Hand.

Das Projekt „klimafreundlich pflegen“ entstand aus dem Bewusstsein und der Verantwortung heraus, dass sich alle wirtschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Bereiche – und damit auch das Sozial- und Gesundheitswesen – mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen müssen. Während sich andere Bereiche bereits den an sie gestellten Herausforderungen gestellt haben, war Klimaschutz in der stationären Pflege bislang kaum ein Thema.

Im Jahr 2018 haben sich daher bundesweit 40 stationäre Einrichtungen der AWO auf den Weg gemacht, um Potentiale für CO2-Einsparungen in ihren Betrieben zu identifizieren.

Dabei wurde festgestellt, dass neben Themen wie Strom, Heizung oder Mobilität auch die Zusammensetzung der Verpflegung eine zentrale Rolle spielt: Wie hoch ist der Anteil an regionaler und saisonaler Kost? Wie hoch der von Tiefkühlware oder Bio-Lebensmitteln? Wie groß ist der durchschnittliche Fleischanteil in den Mahlzeiten? Derartige Fragen können nicht außer Acht gelassen werden, wenn stationäre Einrichtungen den Klimaschutz ernstnehmen und anpacken wollen.

Gleichzeitig geht mit einer möglichen Weiterentwicklung des Verpflegungskonzepts hin zu mehr Klimafreundlichkeit eine hohe Verantwortung einher. Nicht selten stellen die Mahlzeiten für die Bewohner*innen von stationären Einrichtungen einen zentralen Punkt im Tagesablauf dar. Sie erwarten zu Recht eine schmackhafte, genussvolle und abwechslungsreiche Kost. Zudem muss die Verpflegung auch die körperlichen Bedürfnisse und die Gesundheit der Bewohner*innen berücksichtigen – denn auch das ist Grundlage für Wohlbefinden und hohe Lebensqualität.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine Wochenmenge von 300-600g Fleisch. Nach aktuellem Stand wird diese Menge in Deutschland regelmäßig um nahezu das Doppelte überschritten. Auch in der stationären Pflege. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieses zu hohen Fleischkonsums sind nicht zu vernachlässigen und erfordern ein Umdenken. Eine schrittweise Reduzierung von Fleischanteilen in der Verpflegung durch eine Ergänzung um attraktive und frische vegetarische Angebote verbindet somit Gesundheit, Wohlbefinden und Klimaschutz.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Beteiligung der Bewohner*innen und deren Angehöriger. Grundsätzlich ist die Erfassung der Bedürfnisse und Wünsche der pflegebedürftigen Menschen bzw. die Auswertung von Rückmeldungen ein zentrales Element für die Planung der Verpflegung. Dies ist u.a. über die Vorgaben des AWO-Qualitätsmanagements als fester Bestandteil unserer Pflegekonzeption geregelt und bildet auch die Grundlage für Überlegungen zur klimafreundlicheren Verpflegung.

Darüber hinaus hat für die AWO im Rahmen einer personen-zentrierten Pflege Wahlfreiheit eine hohe Bedeutung. Das kann sich z.B. in einem Angebot zwischen mehreren fleischhaltigen oder vegetarischen Angeboten ausdrücken. Oft führt schon die reine Wahlmöglichkeit dazu, dass die Nachfrage nach Mahlzeiten mit Fleisch von selbst zurückgeht. Denn nicht selten kommen vegetarische Gerichte den Bedürfnissen der Bewohner*innen nicht nur in Bezug auf Konsistenz und Bekömmlichkeit entgegen, sondern entsprechen durchaus ihren Ess-Gewohnheiten: Biografieorientierte und traditionelle Küche kann neben einem rheinischen Sauerbraten eben auch Reibekuchen bedeuten. Klimafreundliche und bedürfnisorientierte gesunde Verpflegung können problemlos Hand in Hand gehen.

Ein Problem zeigt sich an ganz anderer Stelle: Hochwertige, gesunde und klimaverträgliche (Bio-)Verpflegung hat ihren Preis. Bis jetzt berücksichtigen Pflegesätze diese und weitere Aspekte des Klimaschutzes noch nicht ausreichend. Hier muss es ein Umdenken geben.

Die Klimakrise stellt unsere Gesellschaft vor große Umbrüche. Die AWO hat sich 2016 in einem Bundeskonferenzbeschluss zum Pariser Klimaschutzabkommen bekannt und ihre eigene Verantwortung als Trägerin von 18.000 Einrichtungen und Diensten betont. Als AWO nehmen wir die Herausforderung an, den CO2-Ausstoß maßgeblich zu reduzieren und dabei die Qualität unserer Dienstleistungen sowie Gesundheit und Wohlergehen der von uns unterstützen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.