Warum
klimafreundlich pflegen?

Maximal eine Tonne CO2 pro Person dürfen wir laut Umweltbundesamt im Jahr ausstoßen, wenn wir die Erderwärmung gemäß den Pariser Klimazielen auf 2°C begrenzen wollen. Auch Verbände der Freien Wohlfahrtspflege wie die Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben sich ausdrücklich zu dieser Zielformulierung bekannt und sind nun gefordert, ihren Beitrag zu leisten.

Für die stationäre Pflege bedeutet dies eine große Herausforderung: Rund 8t CO2 fallen derzeit pro Bewohner*innenplatz im Jahr an. Die Emissionen der Einrichtungen müssen also um fast 90% reduziert werden.

Das vom AWO Bundesverband ins Leben gerufene und von der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderte Projekt „Klimafreundlich pflegen“ soll stationäre Pflegeeinrichtungen dabei unterstützen.

Innerhalb von drei Jahren entwickeln dafür 30 Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet Klimaschutzpläne und leiten daraus konkrete Maßnahmen ab. Anschließend werden die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen und der so geleistete Beitrag zum Klimaschutz evaluiert. So wird erstmals ein systematischer und ganzheitlicher Klimaschutz in stationären Pflegeeinrichtungen erprobt.

Systematischer Klimaschutz, weil die Einrichtungen mit dem Projekt in einen Prozess einsteigen, die Umweltauswirkungen der eigenen Tätigkeiten durch gezielte Maßnahmen schrittweise dauerhaft zu verringern. Sie sind nach dem Projekt in der Lage, diesen Weg weiterzugehen und die Erkenntnisse unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten auch auf andere Einrichtungen zu übertragen.

Ganzheitlicher Klimaschutz, weil alle klimarelevanten Themenbereiche in die Betrachtung einfließen. Das Projekt betrachtet daher neben den Themen Gebäudeenergie und Mobilität auch die klimatischen Auswirkungen des Verpflegungskonzepts sowie von Rohstoffverbräuchen. Nur durch diesen umfassenden Ansatz ist gewährleistet, dass alle Potentiale für den Klimaschutz gefunden und abgerufen werden.

Kern des Projekts ist der sogenannte CO2-Fußabdruck für stationäre Einrichtungen, welchen der AWO Bundesverband gemeinsam mit Viabono entwickelt hat. Jede Einrichtung erfasst diesen zweimal im Projekt. Zu Beginn dient er als Bestandsaufnahme und Basis für das Entwickeln der Klimaschutzpläne. Die zweite Erfassung ist als Evaluation anzusehen. So kann festgestellt werden, welche Maßnahmen wirksam waren und wo nachgesteuert werden sollte.


Ablauf Klimafreundlich Pflegen (Grafik)

Abbildung 1: Zeitlicher Projektverlauf im Überblick

 

Wenn Sie Interesse an dem Projekt „Klimafreundlich pflegen“ oder allgemein zu Klimaschutz in stationären Pflegeeinrichtungen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Wer macht mit?

An „klimafreundlich pflegen“ beteiligte Einrichtungen

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AWO Seniorenzentrum Recklinghausen: 51.604225, 7.197680
AWO-Zentrum Hausgemeinschaften: 49.942700, 11.576300
AWO Seniorenzentrum Weidenberg: 49.942252, 11.724940
AWO Servicehaus Am Wasserturm: 54.081745, 9.994367
AWO Betreuungsdienste gGmbH WBV Lindow: 52.964470, 12.982219
AWO Seniorenheim Königsbrunn: 48.268000, 10.888400
AWO Seniorenzentrum Havelpark Zehdenick: 52.975519, 13.330527
AWO Betreuungsdienste gGmbH WBV Havelland: 52.603701, 12.882336
AWO Seniorenzentrum Käthe-Kollwitz-Haus: 52.366172, 13.087432
AWO Seniorenzentrum Jüterbog: 51.995900, 13.085800
AWO Seniorenzentrum \'Havelland\': 52.739960, 12.580134
AWO Seniorenzentrum Am Stadtpark: 48.070715, 8.529322
AWO Seniorenzentrum Salzäcker: 48.721222, 9.161506
AWO Seniorenbetreuung Neustadt: 49.579000, 10.609400
AWO Seniorenzentrum Grünwinkel: 49.001230, 8.354576
Karl Mödersheim Haus: 51.327536, 12.022834
August Reinstein Haus Naumburg: 51.130246, 11.859741
AWO Seniorenwohnpark \'An der Stadtmauer\': 51.966600, 11.886100
AWO Seniorenresidenz Elisabeth Selbert: 50.288390, 8.940772
AWO Sozialzentrum Hadamar: 50.445300, 8.049850
AWO Seniorendienste Südhessen, Horst-Schmidt-Haus: 50.053323, 8.789753
AWO Servicehaus Sandberg: 54.518500, 9.565330
AWO WuSZ Tornesch: 53.697634, 9.712633
AWO Servicehaus Norderstedt: 53.710400, 9.980510
AWO Seniorenhaus Alex Müller: 49.443200, 7.769000
AWO-Seniorenhaus Am Rosengarten: 49.255083, 7.367404
AWO Seniorenzentrum Willy-Brandt-Haus Moers-Rheinkamp: 51.546898, 6.598915
AWO Seniorenzentrum Elisabeth-Selbert-Haus Voerde: 51.545900, 6.601410
AWO Residenz \'Zur Alten Mühle\': 49.294121, 6.852722
AWO Seniorenzentrum Landhaus im Hofgarten Ensheim: 49.205287, 7.107723

Projektpartner

Gemeinsam für das Klima

AWO Bundesverband e.V.

Die AWO hat sich 2016 in einem Bundeskonferenzbeschluss zu den Pariser Klimaschutzzielen bekannt und dabei auch ihre eigene Verantwortung für das Erreichen der Ziele unterstrichen. Der AWO Bundesverband hat in diesem Zuge den Auftrag erhalten, Konzepte und Methoden zu entwickeln, um die Einrichtungen und Dienste der Sozialen Arbeit beim Klimaschutz zu unterstützen. Neben einer Reihe weiterer Maßnahmen wurde hierfür das Projekt „klimafreundlich pflegen“ ins Leben gerufen, welches der AWO Bundesverband über drei Jahre zusammen mit 30 stationären Pflegeeinrichtungen koordiniert und umsetzt. Die so gesammelten Erfahrungen sollen dazu beitragen, die CO2-Emissionen in der Sozialen Arbeit flächendeckend zu reduzieren.

Zum Bundeskonferenzbeschluss „Bekenntnis zum Klimaschutz“: https://www.awo.org/

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bei der AWO: https://www.awo.org/themen/nachhaltigkeit

Nationale Klimaschutzinitiative

Das Bundesumweltministerium fördert und initiiert mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) seit 2008 Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucher*innen ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Mehr Informationen zur NKI unter https://www.klimaschutz.de/.

Das Projekt „Klimafreundlich pflegen“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Viabono

„Bei der Umsetzung des CO2-Fußabdrucks arbeiten wir mit der Firma Viabono zusammen. Viabono ist aus einer Projektförderung des Bundesumweltministeriums entstanden und wird heute von einem breiten Zusammenschluss aus Vereinen und Organisationen getragen. Aus dem Ziel einen modernen umwelt- bzw. klimafreundlichen Tourismus in Deutschland zu fördern und zugleich glaubwürdig zu zertifizieren ist das Konzept des CO2-Fußabdrucks entstanden. Es kommt mittlerweile in vielen Hotels und Jugendherbergen regelmäßig erfolgreich zum Einsatz. Dieser Ansatz findet nun erstmals über das eigentliche Tätigkeitsfeld von Viabono hinaus bei den Einrichtungen und Diensten der Arbeiterwohlfahrt Anwendung. Er steht mittlerweile für Kindertagesstätten, Einrichtungen der stationären Pflege und für ambulante Dienste zur Verfügung.

Weitere Informationen unter https://www.viabono.de/.

Bei Interesse zum CO2-Fußabdruck kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular.

Viamedica Stiftung

Der AWO Bundesverband kooperiert im Rahmen seines Projekts „Klimafreundlich pflegen“ mit der Stiftung viamedica. Die Stiftung viamedica setzt sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen ein und hat dazu schon etliche Projekte durchgeführt.

Mit ihrem aktuellen Projekt „KLIMARETTER – LEBENSRETTER“ sensibilisiert sie die Beschäftigten des Gesundheitswesens mit Hilfe eines Online-Tools im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Mehr Informationen zum Projekt Klimaretter – Lebensretter unter https://projekt.klimaretter-lebensretter.de

AWO International – „Make Europe Sustainable for All“

2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen neue Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sog. Sustainable Development Goals (SDGs). Eines dieser Ziele ist, umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen sowie diese Maßnahmen in nationale Politiken und Strategien einzubeziehen. Um diese Verknüpfung zwischen konkreten Praxisprojekten sowie einer politischen und gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung zu stärken, besteht ein aktiver Austausch zu dem u.a. von AWO International getragenen Projekt „Make Europe Sustainable for All“.

Weitere Informationen zum Projekt unter https://www.awointernational.de/

„Für eine gesunde Welt“

Informieren Sie sich

AWO Bundesverband e. V.
Blücherstraße 62 – 63
10961 Berlin

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