Entwicklungswerkstätten: Einrichtungen starten in die nächste Phase

Welche Klimaschutzziele wollen wir in unseren Einrichtungen wie erreichen? Das ist die Frage, die wir uns gemeinsam mit den Klimaschutzteams der am Projekt teilnehmenden Einrichtungen in den Entwicklungswerkstätten stellen. In den Workshops erarbeiten wir auf Basis des CO2-Fußabdrucks Ziele und Maßnahmen. Trotz dessen, dass die pandemiebedingte Lage in den Einrichtungen weiterhin Ressourcen bindet, konnte das Projektteam mit den ersten Entwicklungswerkstätten starten. Das zeigt, dass das Thema Klimaschutz bereits eine hohe Priorität genießt.

Ein besonders hoher Energiebedarf fürs Heizen oder erstaunlich hohe Emissionen im Bereich Verpflegung – solche Erkenntnisse gewinnen die Klimaschutzteams in den Entwicklungswerkstätten. Die Klimaschutzteams bestehen aus Vertreter*innen der unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Einrichtung. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht einen umfassenden Blick auf mögliche Ziele und Maßnahmen. Die Kolleg*innen vor Ort erkennen Potentiale und ordnen ein, welche Ziele bis wann realistisch sind. Dabei unterstützen die zuvor von allen Kolleg*innen zusammengetragenen Ideen.

Die hohe Motivation der Mitarbeitenden in vielen Einrichtungen zeigte sich auch bei der ersten Entwicklungswerkstatt Mitte November in der Region Nord. Das Klimaschutzteam hatte bereits im Vorfeld des Workshops viele mögliche Maßnahmen diskutiert. Dies stellte eine gute Basis dar und ermöglichte der Regionalkoordinatorin Eva Flandermeier sich in Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen beim Treffen vor Ort auf die Entwicklung realistischer Ziele zu fokussieren.

Aber auch im Online-Format kann die Zusammenarbeit motivierend und zielführend sein, wie sich in den ersten beiden Workshops in der Region Südost zeigte. Regionalkoordinatorin Pia Distler analysierte den Ist-Zustand der Einrichtung und leitete gemeinsam mit den Klimaschutzteams Ziele und Maßnahmen ab. Durch die Online-Veranstaltung wurden aufgrund der wegfallenden Anreise Emissionen, Kosten und Zeit eingespart. Ein weiterer Vorteil zeigte sich, indem die Geschäftsführung sich zur Abschlussrunde dazu schaltete, sodass die Ergebnisse des Workshops direkt kommuniziert wurden und die positive Aufbruchsstimmung mit den Entscheidungsträgern geteilt wurde.

Kurzfristig wichen Thomas Diekamp und Julia Maier in einer Einrichtung in Brandenburg ebenfalls auf das Online-Format aus. Insbesondere die Arbeit mit dem Klimaschutzteam machte Freude, da sich das Team schon seit einigen Jahren viele Gedanken macht wie sie ökologischer handeln können. Zwei Kolleg*innen betreuten bereits den Bau des Hauses, sodass hier umfangreiche Kenntnisse der Gegebenheiten vor Ort vorhanden sind. Dies zeigt sich auch an den Zielen und Maßnahmen: Insbesondere im Bereich der Energie sollen Verbesserungen auf den Weg gebracht werden.

Auch wenn einige Entwicklungswerkstätten aufgrund der Corona-Situation anstatt in diesem Jahr erst Anfang 2022 stattfinden, sind wir dankbar, dass alle Projektteilnehmenden trotz der hohen Belastung weiterhin aktiv im Projekt mitarbeiten. Wir freuen uns auf die anstehenden Workshops und darauf gemeinsam mit motivierten Kolleg*innen in den Einrichtungen die nächste Projektphase anzugehen. Dabei berücksichtigen wir die aktuelle Pandemielage und die damit verbundenen Belastungen und gehen auf die individuellen Bedarfe ein.

Schreibe einen Kommentar