Gackernde Speiseresteverwerter

Themenbereich: Verpflegung

Diakonisches Zentrum Bethesda, Teltow

Was wurde durchgeführt?

Bereits seit dem Eröffnungsjahr gackern Hühner im Außen-Gelände des Evangelischen Seniorenzentrums Bethesda in Teltow, südlich von Berlin. Die Hühner ernähren sich unter anderem von den Speiseresten der Küche des Seniorenzentrums. Natürlich bekommen sie nur die Abfälle zu fressen, welche auch für sie geeignet sind.

Die gelegten Eier kommen direkt in die Kühlung und werden von den Bewohner*innen natürlich dankend und gerne angenommen. Der anfallende Hühnermist düngt die Blumen im Beet.

Dank enger Absprache mit dem Küchenpersonal ist es dem Team des ESZ Bethesda auch gelungen, die Speisereste drastisch zu reduzieren. So wird u. a. täglich besprochen, wofür die unberührten Speisen vom Mittagstisch weiterverarbeitet werden können. Beispielsweise für das Abendbrot.

Warum wurde es durchgeführt?

Wäre Speiseabfall ein Land, stünde es an Platz drei der größten CO2-Ausstoßer. Jede*r von uns wirft pro Jahr rund 55 kg Lebensmittel weg – und befeuert damit die globale Erderwärmung. Der Speiseabfall trägt weltweit mit 8 % zum Klimawandel bei, denn rund 4,4 Milliarden Tonnen Treibhausgase landen durch verschwendete Lebensmittel jedes Jahr vollkommen unnötig in unserer Atmosphäre. Denn bei der Herstellung, Transport, für die Weiterverarbeitung, Verpackung und Zubereitung von Nahrung werden tonnenweise Treibhausgase freigesetzt – völlig umsonst, wenn die Lebensmittel nie gegessen werden.

Welche positiven Effekte konnten erzielt werden?

Der CO2 Fußabdruck des ESZ Bethesda bezeugt, wie effektiv die Maßnahmen zur Speiserestereduktion sind. Das ESZ Bethesda hat im Jahr 2020 pro Bewohner*innenplatz 40,31 l Speisereste pro Jahr. Im Vergleich zu anderen Einrichtungen sind sie damit eine der Spitzenreiter.

Bilder

Hühner im GartenEier im Nest
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