SWR-Beitrag zu gutem Essen in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Ein Radio-Beitrag des SWR stellt fest, dass in Pflegeheimen sehr oft mit zu wenig Fisch und zu viel Fleisch versorgt wird. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen, die der AWO Bundesverband aus seinen Untersuchungen gewonnen hat. Um eine gesundheitsfördernde Verpflegung sicher zu stellen, geht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung davon aus, dass pro Bewohner*in täglich 6€ zur Verfügung stehen müssten. Oft sind es allerdings nicht mehr als 4,50€ in den Pflegeheimen.

Damit eine gesunde und schmackhafte Verpflegung gelingt, sollten sich Heimleitung, Pflegepersonal und Köch*innen viel stärker an den Wünschen der Bewohner*innen orientieren. Auch innerhalb des Projekts „Klimafreundlich pflegen“ wird in den teilnehmenden Einrichtungen verstärkt der Wunsch nach weniger Fleisch, mehr Regionalität und Saisonalität geäußert.

Laut einem Schweizer Experten würden sich Köche in Seniorenzentren eher verstecken. Eine größere Vernetzung untereinander würde dafür sorgen, dass es ihnen leichter fiele Forderungen gegenüber der Heimleitung durchsetzen, da sie sich gegenseitig den Rücken stärken würden. Eine gute Gelegenheit hierzu bietet die Fortbildung „Klimafreundliche Ernährung im Care-Bereich„, die die AWO Bundesakademie Ende März anbietet. Es sind noch einige Plätze frei.