Projektteams aus dem Südwesten sprechen über Erfahrungen im Projekt

Anfang November fand der erste Reflexionsworkshop im Projekt „klimafreundlich pflegen“ in Karlsruhe statt. 20 Teilnehmende aus 5 Projektstandorten reflektierten ihre bereits gesammelten Erfahrungen im betrieblichen Klimaschutz und vernetzten sich untereinander für verschiedene Themen.

Am ersten Tag gab zunächst der Projektreferent Thomas Diekamp einen Überblick über einige Aktivitäten des Bundesverbands zum Klimaschutz und des gesamten Projekts. Die Einrichtungen stellten beispielhaft vor, welche Maßnahmen sie in einem bestimmten Bereich bereits umgesetzt haben, sich in der Umsetzung befinden oder noch geplant sind. In Gruppenarbeiten wurden dann die gemachten Erfahrungen für einige Themenbereiche, wie z.B. Verpflegung oder Mobilität vertieft. Dabei ging es darum was gut funktioniert, wo es Hürden gibt und was beachtet werden sollte, wenn Maßnahmen in diesem Bereich umgesetzt werden. Im Bereich der Verpflegung hat die Schulung mit Andrè Böwing viele Küchen- bzw. Hauswirtschaftsleitungen dazu veranlasst zurück in ihren Betrieben Veränderungen anzustoßen, sodass hier bereits sehr viel passiert ist: Reduktion der Fleischportionen, Verringerung des Speiseabfalls, mehr Eigenerzeugung u.v.m. Trotz dessen, dass sich im Energiebereich Investitionen in der mittleren bzw. langen Frist rechnen, können größere Investitionen selten oder gar nicht getätigt werden, da die Investitionskostensätze zu gering sind.

Einige Teilnehmende nahmen am Abend an einem Spaziergang durch die Karlsruher Oststadt teil. Mitarbeiter*innen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stellten dabei die Energieversorgung in Karlsruhe seit der Industrialisierung und welche Fragen sich im Zuge der notwendigen Energiewende für das Quartier stellen, dar. Einen kurzen Bericht finden Sie hier: https://t1p.de/n2j0

Am zweiten Tag richteten die Teilnehmenden den Blick auf die Zeit nach dem Projektende. Ausgehend von einer Selbstbewertung wo die Einrichtung sich aktuell bei der Umsetzung von betrieblichem Klimaschutz sieht planten sie die notwendigen Schritte um die Aktivitäten auch ohne Unterstützung durch das Projekt weiterzuführen. Hervorgehoben wurde die Bedeutung der Integration des Themas in das bestehende Managementsystem. Nur so kann der Einstieg in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess gelingen. Perspektivisch sei dann die Einführung eines Umweltmanagementsystems denkbar. Auch die Mitarbeitenden sollen noch stärker mit einbezogen werden. Weiterhin wünschen sich die Einrichtungen mehr Unterstützung von Seiten des Trägers. Dafür ist es notwendig, dass auch beim Träger Nachhaltigkeit Teil des Leitbilds und der Strategie ist und dies auch so gelebt und umgesetzt wird. Zum Abschluss wurden die Teilnehmenden gebeten Wünsche an die Politik, den Träger/die Gliederung, der Kommune, aber auch sich selbst als Einrichtung zu formulieren.

Steffen Lembke wagte den Blick auf das letzte Projektjahr in dem die Evaluation der umgesetzten Maßnahmen im Fokus steht.