Immer mehr Einrichtungen setzen sich ambitionierte Klimaschutzziele

Das Projekt klimafreundlich pflegen geht weiter. Nachdem alle Einrichtungen ihre CO2-Bilanz erhoben hatten, wurden diese bei mittlerweile 1/3 der teilnehmenden Einrichtungen in eineinhalbtägigen Workshops intensiv ausgewertet und diskutiert. Aus den dabei gewonnenen Erkenntnissen haben die Klimaschutzteams der Pflegeeinrichtungen Zielsetzungen formuliert,  über welche sie eine klimafreundlichere Pflege erreichen wollen. Einige Beispiele zeigen, wie Klimaschutz konkret in die Praxis übertragen wird:

  • Das Seniorenzentrum Weidenberg (AWO Bezirksverband Ober- und Mittelfranken) strebt an, bis zum Ende des Jahres 2020 den Fleischanteil in der Verpflegung der Bewohner*innen um etwa 15% zu  senken.
  • Im Seniorenpflegeheim Marie Juchacz (AWO Kreisverband Neustadt) soll der Anteil der Mitarbeitenden, welche zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, bis Ende 2020 verdoppelt werden.
  • Das Seniorenzentrum Am Wasserturm (AWO Landesverband Schleswig Holstein) hat das Ziel, seine Speiseabfälle bis Ende 2020 um mind. 10% zu reduzieren.
  • Im Seniorenzentrum Havelland (AWO Bezirksverband Potsdam) wird über verschiedene Maßnahmen mit den Mitarbeitenden eine Steigerung des Bewusstseins für den Klimaschutz angestrebt.

Alle Ziele werden mit Maßnahmen unterlegt, welche im Projektverlauf und darüber hinaus umgesetzt werden sollen. Besonders bemerkenswert ist das Engagement der Fachkräfte. Trotz der in der Pflege hohen Auslastung zeigt sich eine sehr große Bereitschaft, das zukunftsweisende Thema Klimaschutz anzugehen und in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die im Rahmen der Workshops gemeinsam formulierten Visionen (siehe Titelbild) bieten dafür sowohl Orientierungsrahmen, wie auch Motivation.

Die formulierten Zielsetzungen der Einrichtungen werden zeitnah auch auf klimafreundlich-pflegen.de in der Rubrik „Wer macht mit?“ dargestellt.